Auswandern Spanien ▶ 10 wichtige Tipps

Spanische Flagge
Spanische Flagge / ©surangastock/depositphotos.com

Spanien im Süden Europas zieht zahlreiche Touristen an und manche träumen davon, zu bleiben. Hierfür gibt es viele Gründe: Sonne, Strand und Meer, das freundliche Wesen der Spanier und das gute Essen. Damit es auch klappt mit dem Auswandern, ist einiges zu beachten. Wir verraten die 10 wichtigsten Tipps zu Auswandern Spanien.

Junges Paar ist nach Spanien ausgewandert
Junges Paar ist nach Spanien ausgewandert / ©Maridav/depositphotos.com

Planung der Auswanderung ist das A & O

Damit es auch klappt mit dem Auswandern nach Mallorca, auf die Kanaren oder Andalusien ist eine gute Planung das A und O. Gut ist es, schon vorher zu wissen, was man will und von der neuen Heimat erwartet. Es empfiehlt sich auch, schon vorher eine längere Zeit in der Region oder Stadt zu leben, in die man auswandern will. Eine gute Planung umfasst aber nicht nur das wo und das wie, sondern auch die Finanzen. Erstellen Sie einen soliden Finanzplan für die ersten Monate in Spanien, der auch unvorhergesehene Kosten und Ausgaben enthält.

Karte von Spanien
Karte von Spanien. Wohin auswandern?/ ©Cartarium/depositphotos.com

Vor dem Auswandern Spanisch lernen

Lernen Sie einige Grundbegriffe Spanisch: Gut ist es, wenn man sich in der Landessprache mitteilen kann und versteht, was um einen herum gesprochen wird. Mit guten Spanisch Kenntnissen haben Sie die Sympathien vieler Spanier schon auf Ihrer Seite. Schon vor der Auswanderung kann man Sprachkurse in Deutschland besuchen oder man bucht einen Kurs im Land. In der Sprachschule in Spanien knüpfen Sie erste Kontakte und erfahren viel über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten. Auch, um eine Wohnung oder ein Haus zu mieten oder zu kaufen, sind Spanischkenntnisse sehr hilfreich, wenn nicht sogar zwingend notwendig.

Kauf oder Miete von Wohnung oder Haus

Bevor Sie eine Wohnung oder ein Haus mieten oder kaufen, machen Sie sich ein genaues Bild von der Region und der Umgebung. Während eines Spaziergangs oder einer Radfahrt durch das Viertel oder das Dorf bekommt man einen guten Eindruck davon, was hier für Menschen leben, über die Geschäfte und die Stimmung. Gleichzeitig erfährt man viel über die Infrastruktur: Gibt es eine Busverbindung oder sogar einen Bahnhof? Banken und Apotheken? In beliebten Touristengegenden kann es im Sommer total überfüllt sein und im Winter ist es wie ausgestorben.

Nie ohne NIE oder empadronamiento

NIE empadronamiento

Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz können sich bis zu drei Monate in Spanien aufhalten und auch arbeiten. Danach ist eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt erforderlich, das sogenannte “empadromiento”. Möchten Sie auswandern, beantragen Sie außerdem eine NIE – die spanische Steuernummer, es sei denn Sie haben bereits die spanische Staatsbürgerschaft. Die NIE ist nur für in Spanien ansässige oder dort berufs- oder geschäftstätige Ausländer. Auch zum Arbeiten benötigen Sie eine NIE – Número de Identidad de Extranjero.

Lebenshaltungskosten in Spanien

Wer nicht nur wegen der Sonne nach Spanien zieht, sondern auch erwartet dort günstig zu leben, wird wahrscheinlich leider enttäuscht. Die Lebenshaltungskosten in Spanien sind mittlerweile fast so hoch wie in Deutschland. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede. In Madrid und Barcelona und ähnlich beliebten Städten ist das Leben so teuer wie in vergleichbaren deutschen Städten. Relativ günstig lebt man noch in der Provinz Almería und in kleinen Orten im Binnenland auf der iberischen Halbinsel.

Bin ich in Spanien krankenversichert?

Wandern Sie nach Spanien aus und waren bisher in Deutschland in der gesetzlichen Krankenversicherung, dann fällt diese mit der Auswanderung weg. Eine private Krankenversicherung können Sie mit nach Spanien umziehen. Die staatliche Sozialversicherung in Spanien vereint die Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung: Die Beiträge sind deutlich niedriger als in Deutschland. So zahlt ein 30-jähriger Arbeitnehmer zwischen 30 und 50 Euro im Monat.

Ein Bankkonto in Spanien eröffnen

Für die Eröffnung eines Bankkontos als Resident benötigen Sie als Europäer zwei Dokumente: einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Dazu ist ein Dokument, das Ihre Wohnadresse belegt, erforderlich – das kann eine Telefon- oder Stromrechnung sein, nicht älter als drei Monate. Einige Banken fordern dazu eine NIE und ein Dokument über das Beschäftigungsverhältnis. Es gibt unterschiedliche Regelungen für Residenten und Nicht-Residenten.

Arbeitssuche und Firmengründung

Eine Arbeitsstelle in Spanien zu finden, wird nicht einfach sein. Im Jahr 2020 lag die Arbeitslosenquote in Spanien bei 15,5 Prozent. Die Gehälter sind niedriger in Spanien und die Arbeitszeiten länger. Mit einer guten Ausbildung und viel Berufserfahrung und Flexibilität kommt man sicher aber auch in Spanien weiter. Qualifizierte Fachleute werden überall gesucht – die meisten offenen Stellen gibt es im Tourismussektor. Auch in Spanien ein Unternehmen zu eröffnen, ist keine schlechte Idee: die Löhne und Gehälter liegen unter denen von Deutschland, die Steuern sind niedrig und die Lebensqualität hoch.

Mentalität und Kultur der Spanier

In Spanien ticken die Uhren anders. Die spanische Kultur ist offener als die Deutsche. Hier redet man unbekümmert auch beispielsweise über das Gehalt. Mit Spaniern in Kontakt zu kommen und Freunde zu gewinnen ist in der Regel kein Problem. Auf der anderen Seite spielt sich auch vieles innerhalb der Familie ab: das Sonntagsessen oder Weihnachten. In Spanien isst man anders und zu anderen Zeiten. So findet das Abendessen oft erst um 21 Uhr statt und danach dreht man noch eine Runde durch die Stadt. Das Leben findet viel mehr auf der Straße, im Café und Restaurants statt. Auch bei Geschäftsbesprechungen sofort zum Wesentlichen zu kommen widerspricht dem guten Ton.

Sommerzeit – Ferienzeit

Im August werden in Spanien die Bordsteine hochgeklappt. Ähnlich wie im Nachbarland Frankreich hat in Spanien im Monat August vieles dicht. Die Kinder haben schulfrei und es geht an die Küste und an den Strand oder in die Berge, um der Hitze im Hochsommer zu entkommen. Wer Wesentliches zu erledigen hat, sollte das lieber auf später verschieben. Der August ist fast schon so was wie ein staatlich verordneter Ferienmonat. Allerdings hat sich hier auch in den letzten Jahren viel geändert und die Stadtflucht ist zum Teil abgesagt.

Fazit zum Auswandern

Nach Spanien auszuwandern, kann sich richtig lohnen: das gute Wetter und das leckere Essen, die fantastischen Landschaften und die freundlichen Leute. Besonders internationale Unternehmen bieten auch Nichtspaniern gute Beschäftigungsmöglichkeiten.

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